Kameradschaftlicher Verein

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Der Kameradschaftliche Verein Simmerath 1901 e.V.

 

Im Jahre 1900 ärgerte sich die Simmerather Bevölkerung über ein Gesetz. Zu jener Zeit durfte ein Verein nicht mehr als zwei Festveranstaltungen, an zwei aufeinander folgenden Tagen ausrichten. Da damals das Geloog (Vereinigung der Junggesellen) der alleinige Ausrichter der Kirmes war, war der dritte Tag, der Kirmesdienstag, extrem gefährdet. Und den wollte man ja nicht so einfach weg fallen lassen.

Um eben diesen Kirmesdienstag zu retten, verfielen die Simmerather auf die Idee, einen neuen Verein zu gründen. Und so wurde die Kirmes des Jahres 1900 am Sonntag und am Montag vom Geloog ausgerichtet und am Dienstag war man dann beim „Kameradschaftlichen Verein“ zu Gast, der im übrigen weder Vorstand noch Mitgliedslisten besaß.

 

Vorstand und Mitgliederlisten, Chronik und Beiträge wurden um die Jahrhundertwende beschlossen und feuchtfröhlich besiegelt, aber bis zur eigentlichen Tat ließen sich die Freunde der neuen Vereinigung Zeit. So beginnt denn die offizielle Chronik der Gemeinschaft auch erst am 3. Februar des Jahres 1901, eine Vereinschronik übrigens, die die Wirren zweier Weltkriege überdauert hat.

In großer und heute noch feierlich wirkender Schönschrift hielt der erste Vereinschronist damals fest, daß sich „junge Leute aus Simmerath und Umgegend im Lokal der Geschwister Stollenwerk zur Gründung eines Vereins“ versammelt hatten. Sie gaben ihm auch nun offiziell den Namen „Kameradschaftlicher Verein“

Die erste Mitgliederliste nannte damals 17 Vereinsgründer. Wienand Stollenwerk wurde der Vorsitzende, Hermann Lauscher übernahm den stellvertredenden Vorsitz, Hubert Breuer begründete die Tradition der Vereinschronisten und Kassierer wurde Johann Nießen. Zu Beisitzern ernannte die Versammlung Hein Braun und Hubert Dreßen.1

In den Jahren 1913 bis 1921 und 1939 bis 1945 ruhte das Vereinsleben.

Danach ging es mit dem Verein stetig bergauf .

Der Kameradschaftliche Verein, der sich die Pflege des Bewußtsein der Dorfgemeinschaft vom ersten Tag seines Bestehens zum Ziel gesetzt hat, bleibt dieser Tradition bis heute treu.

Die Geselligkeit zu fördern, für dir Fröhlichkeit eine Lanze zu brechen, gute alte Bräuche zu erhalten und – nicht zuletzt – Gutes für die Dorfgemeinschaft zu tun, dies werden auch künftig die Ziele der Gemeinschaft sein.

 

 

1aus der Festschrift anlässlich des 75jährigen Bestehen des Kameradschaftlichen Vereins