Ein Medaillon und seine Geschichte

Ein Medaillon und seine Beziehung zur Simmerather Dorfgeschichte

von Willi Wilden

Das Medaillon

Das rotgoldene Medaillon (2,8 cm Durchmesser) mit einem kleinen roten Halbedelstein in der Mitte des rundum verzierten Deckels und einer Halskette, hat eine interessant Geschichte zu erzählen:

Unser Vater und Opa mütterlicherseits, der Maurermeister Emil Breuer (1891- 1937) schenkte dieses Schmuckstück unserer Mutter und Oma , Sofia Roder vermutlich zur Hochzeit (10.Dezember 1917)

Irgendwann ging das wertvolle Stück verloren und war nicht mehr zu finden.

Im Jahre 1923 (die Inflation nach dem ersten Weltkrieg war auf ihrem Höhepunkt) kaufte unser Vater und Opa väterlicherseits, der Gastwirt und Schuhmacher Johann Wilden (1878 – 1940) – er ist auch der Großvater des jetzigen Besitzers der Gastwirtschaft, Johann Wilden an der Kirche – den Tanzsaal der Gastwirtschaft Schmidt am Marktplatz in Simmerath auf Abbruch und baute ihn an seinem Haus wieder auf.

Beim Abbruch des Saales wurde das so sehr vermisste Medaillon unter dem Fußboden gefunden und konnte anhand der beiden Fotos darin, den glücklichen Eigentümern zurückgegeben werden. Es war offensichtlich bei einer Tanzveranstaltung verlorengegangen und durch die Dielenritzen unter den Fußboden gefallen.

Gastätte Wilden (Schomaischisch) mit Saal

Jetztige Besitzerin des Medaillons ist unsere Mutter und Oma Sophia, die es von ihrer Mutter Sofia Breuer geerbt hat.